Fachklinik für Abhängigkeitsrehabilitation in der Gristower Wiek

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Terminliche Vorankündigung - Ehemaligentreffen

Unser traditionelles Ehemaligentrffen findet jährlich am ersten Wochenende im Juni auf dem Gelände der Fachklinik in Gristow statt.

- Dieses Jahr also am 05.06.2010, voraussichtlich von

   10:00 bis 15:00 Uhr

Ob qualifizierter Entzug in unserem psychiatrischen Fachkrankenhaus und ambulanter Service im Suchtberatungs-stellennetz, oder stationäre Suchttherapie in unserer Fachklinik Gristower Wiek- über die Jahre hat sich die Ev. Kranken-haus Bethanien gGmbH zu einem regionalen Kompetenzzentrum für Abhängigkeitserkrankungen entwickelt.
Unser jüngstes Projekt in diesem Bereich bestand im Umzug unserer Fachklinik. Seit Juni 2006 erfolgt die Behandlung unserer Rehapatienten nicht mehr in Greifswald, sondern 10 km weiter nördlich in Gristow. Dieser Standort vereinigt den Vorteil von Stadtnähe mit einer landschaftlich reizvollen, abwechslungsreichen Umgegend. Unsere Fachklinik Gristower Wiek wird weiterhin kompetenter Partner für Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit bleiben. Medikamentenabhängigkeiten und begleitender Konsum anderer Suchtmittel können ebenfalls behandelt werden.

Das Konzept einer stationären Kurzzeitrehabilitation mit darauf folgender ambulanter Therapiephase ist besonders auf Patienten zugeschnitten, die sich ein Mindestmaß an sozialer Einbindung und Leistungsfähigkeit erhalten konnten. Die stationäre Behandlungszeit dauert in der Regel sechs Wochen. Auf diese Weise können soziale Bezüge vom Patienten in die Behandlung berücksichtigt werden; mit einem Realitätstraining an jedem Wochenende sollen diese Bezüge zusätzlich gestärkt und individuelle Therapieziele systematisch angestrebt werden.

Der Patient verlässt bewusst die passive Rolle als Opfer des Suchtmittels, der Umstände oder der Umwelt. Mit Hilfe einzelner neu erworbener Kompetenzen, wie der Fähigkeit zur Selbstbeobachtung, zur Selbstbewertung und zur Selbstverstärkung finden unsere Patienten zur Eigenaktivität und Selbstverantwortung zurück.
So eröffnet sich die Chance einer hoffnungsvollen Veränderung und die Möglichkeit eines erfolgversprechenden Neuanfangs. Der Patient erkennt im Therapieverlauf immer mehr seinen eigenen Einfluss auf die Erreichung seiner selbstgesteckten Ziele. Ein verantwortungsvolles, selbst bestimmtes Leben kann so verwirklicht werden.

Stationäre Kurzzeitentwöhnung:
Sie ist geeignet für Patienten, die noch in familiären Anbindungen leben und / oder Arbeit haben. Außerdem können Rückfälle, nach vorausgegangener Behandlung und längerer Abstinenz, behandelt werden.

Behandlungszeiten:
Der stationäre Behandlungsteil findet ganztägig statt. Nach Möglichkeit übernachtet jeder Patient an jedem Wochenende einmal bei sich zu Hause. Wie schon beschrieben, nimmt der gesamte stationäre Behandlungsteil sechs Wochen. Ein, kann sich aber im Einzelfall auch verlängern.
Anschließend ist für etwa 6 Monate eine ambulante Einzel- und Gruppentherapie vorgesehen.  Letztere wird wöchentlich in Greifswald am Dienstag Abend zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr in den Räumen des Ev. Krankenhaus Bethanien durchgeführt.
Einzel- und / oder Familiengespräche werden verabredet, wenn es für den jeweiligen Klienten nötig ist. Der Zeitpunkt für solche Gespräche wird zwischen dem Patienten, Angehörigen und Therapeuten abgesprochen.
Wahlweise kann der ambulante Behandlungsteil in einer vom Kostenträger anerkannten Behandlungs- und Beratungsstelle am Heimatort der Patienten erbracht werden, wenn vor Beginn der stationären Behandlung schon besprochen wurde, wo der ambulante Behandlungsteil durchgeführt werden soll.

Formales:
Die Behandlung wird beantragt beim zuständigen Rentenversicherer oder der Krankenkasse oder der Beihilfestelle. Alle Beratungsstellen helfen bei der Antragsstellung. Patienten werden in die Behandlung aufgenommen, wenn:
-          der Entzug von Suchtmitteln abgeschlossen ist
-          eine Kostenzusage vorliegt
-          ein ambulantes Vorgespräch mit uns stattgefunden hat.


Das Team:
In der stationären Rehabilitation wirken Ärzte, Ergotherapeuten, Krankenschwestern, Physiotherapeuten, Psychologen und Sozialarbeiter zusammen. Zahlreiche Mitarbeiter aus den Bereichen Verwaltung und Service ergänzen die Mannschaft der Fachklinik, um so einen reibungslosen Ablauf für die Patienten zu gewährleisten.

Therapeutisches Konzept:
Das Konzept ruht auf einer pragmatisch orientierten verhaltenstherapeutischen Grundlage.
Aus der Verhaltenstherapie werden Ansätze der Problemlösetherapie bevorzugt. Unsere Arbeit ist besonders von der Selbstmanagement-Therapie beeinflußt. Die Haltung gegenüber den Patienten ist geprägt von besonderer Achtung vor der Würde und der Einmaligkeit des Einzelnen einschließlich seiner individuellen Entwicklung und seiner Potentiale als Mensch.
Tragfähige Arbeitsbeziehungen, Durchschaubarkeit der Therapie und Eigenverantwortung von Patienten sind unsere Grundlagen der Psychotherapie. Die Fähigkeit zu sozial verträglichem Zusammenleben ist Voraussetzung für die Behandlung.
In Gruppen- und Einzelgesprächen werden Modelle der individuellen Abhängigkeits-entwicklung erarbeitet. In diese Modelle fließen das Wissen und die Erfahrung der Patienten und Therapeuten ein. Diese Modelle bilden das gemeinsame Fundament für die therapeutische Arbeit. Von diesem Boden aus werden Veränderungen begonnen, zuerst im stationären, dann im ambulaten Therapieteil. Die Veränderungen sollen dem Patienten ermöglichen, für seine Abstinenz tätig zu werden. Abstinenz wird als Voraussetzung für die Verbesserungschancen im Leben gesehen.
Ergänzt wird dieses Angebot durch nichtsprachliche Verfahren. Dazu gehören das Herstellen von Collagen und Bildern. Diese Arbeiten werden dann gemeinsam von Patienten und Therapeuten ausgewertet. Gruppenaktivitäten für die Freizeit werden von den Patienten selbst geplant und durchgeführt. Für Ausflüge stehen Fahrräder zur Verfügung. Therapieerfahrungen sollen möglichst schnell in den Lebensalltag einfließen. Deshalb werden Wochenendheimfahrten unternommen.
Wir bieten eine Internatslösung für Patienten an, die nur zeitlich begrenzt in unserer Region wohnen und deren heimatliches Umfeld weiter entfernt ist (Saisonarbeitnehmer, Auszubildende, Umschüler und Soldaten).

Weitere Therapieschwerpunkte:
Jedem Patienten wird Betreuung in sozialen Fragen angeboten. Wir wollen die sozialen Kompetenzen der Patienten soweit stärken, dass sie nach der Rehabilitation ihren Lebensalltag sicher selbst gestalten können. Dazu gehört die Unterstützung bei der Aufnahme einer Berufstätigkeit und bei Maßnahmen zur Verbesserung des Wiedereinstiegs ins Berufsleben, wie zum Beispiel berufliche Rehabilitation. Alle arbeitslosen Patienten können während ihres Aufenthaltes mit professioneller Hilfe versandfertige Bewerbungsunterlagen erstellen. Wir unterstützen Patienten bei allen sozialen Nöten, die an uns herangetragen werden, wie zum Beispiel auch Überschuldung. Wenn nötig, werden besonders schwierige Fragen auch in Begleitung vor Ort zu klären versucht.
In der Ergotherapie wird die individuelle psychotherapeutische Arbeit fortgeführt. Für manche Patienten ist es wichtig, sich auf Neues einzulassen, für andere, ihre schöpferischen Anteile zum Lösen von Problemen neu zu entdecken. Patienten können ebenso lernen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, sich durchzusetzen, aber auch sich abzugrenzen. Diesen Zielen kann man sich mit unterschiedlichen Mitteln nähern. Als Beispiele seien hier nur die Arbeiten mit Ton, Speckstein oder Peddigrohr genannt.
In der Physiotherapie werden verschiedene Entspannungsverfahren vorgestellt und geübt. Wenn nötig, steht das gesamte Spektrum von allgemeiner Aktivierung über gezielte Krankengymnastik bis zur Massage zur Verfügung.


 Wir arbeiten eng zusammen mit den Alkohol- und Drogenentzugsstationen, sowie mit den Behandlungs- und Beratungsstellen der Ev. Krankenhaus Bethanien gGmbH zusammen.  Auch mit den anderen regionalen Behandlungs- und Beratungsstellen der Region besteht eine enge und gute Zusammenarbeit.