Geschichte der Johanna-Odebrecht-Stiftung

 

 

1794 –1856

stiftet Johanna Odebrecht ihr Vermögen zur Gründung eines Rettungshauses, sie setzt 4 Kuratoren – gottesfürchtige Männer aus der Stadt Greifswald ein, ihr Vorbild ist der Pfarrer Johann Hinrich Wichern aus Hamburg.

 

1900

Kauf eines Grundstückes von 7,5 ha in der Gützkower Landstraße.

 

1902 bis 1904

auf Bitte der Stadt Greifswald und mit dem von Johanna Odebrecht gestifteten Vermögen werden mehrere Gebäude als Rettungshaus errichtet. In den Häusern lebten unter der Obhut einiger Diakonissen aus einem Mutterhaus in Stettin 120 Mädchen im Alter von 14-18 Jahren aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Sie wurden im Hauswirtschaftsbereich ausgebildet und sollten so die Möglichkeit erhalten, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Die Erziehung der Mädchen geschah getreu dem Vermächtnis der Stifterin im christlichen Sinne

 

1936

besetzte die nationalsozialistische Volkswohlfahrt die Stiftung. Der Einschnitt war schmerzlich, das Vermächtnis der Stifterin wurde ausgehebelt, die Kapelle als Werkraum genutzt.

 

1945

wurde am 15. Mai das Kuratorium – die Leitung der Stiftung – neu gebildet

 

1945 – 1948

waren viele Flüchtlinge in der Stiftung untergebracht, einige Häuser wurden als Außenstationen der Greifswalder Kliniken genutzt, 1948 die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Form eines Kinderheimes und eines Schülerheimes begann

 

1953

Haus 1 wird Krankenhaus Bethanien – es gehört strukturell zum Diakoniewerk in Ducherow, privat praktizierende Ärzte aus Greifswald hatten dort Belegbetten

 

1955

die Kapelle wird wieder eingeweiht

 

1957

Auflösung des Kinderheimes „Gotteslob“

 

1794 - 1957